|
||||
| Die
Solidargemeinschaft ist verpflichtet, die Budgetmittel sinnvoll und zielorientiert
einzusetzen.
Die Diskussion um Wirksamkeit und Effizienz der medizinischen Rehabilitation wird immer noch von Vorurteilen bestimmt. Schnell machen die Stichworte vom »Kur-Urlaub auf Kosten der Gesellschaft« und »Fango-Tango« die Runde. An einigen Beispielen
aus der täglichen Praxis von Reha-Einrichtungen möchten wir
verdeutlichen, wie wenig die qualitätsgeprüfte Rehabilitation
mit diesen Vorurteilen zu tun hat: Mit dem Abschluss
der Akutbehandlung (nach einem Krankenhausaufenthalt) ist dieser Patient
von seiner alten Leistungsfähigkeit noch weit entfernt. Mit gezielter
Rehabilitation werden die Folgen der Erkrankung überwunden, die alte
Leistungsfähigkeit wiederhergestellt und der Patient erlernt Strategien,
einen erneuten Infarkt zu vermeiden. zum Beispiel die 56-jährige Sachbearbeiterin nach einer Krebsoperation: Viele Krebsbehandlungen stellen für die Patienten einen einschneidenden Eingriff in ihre bisherige Lebenssituation dar. Operationen, Chemotherapien, Bedrohung der Existenz. Die Akut-Behandlung kann die psychischen Probleme einer solchen Erkrankungssituation kaum in den Blick nehmen. In der Rehabilitation lernen Patienten mit den Folgeerscheinungen der Erkrankung umzugehen, sich auf die veränderte Lebenssituation einzustellen, neuen Lebensmut zu entwickeln. Ohne diese Rehabilitation wäre: eine vollständige
Wiedereingliederung in Familie und Beruf kaum vorstellbar; Neben der Verpflichtung
der Gesellschaft ihren Bürgern im Krankheitsfall möglichst umfassenden
Schutz zu gewähren, bietet die medizinische Rehabilitation einen
aktiven Beitrag zur Kostendämpfung. Vor allem mit Programmen
zur Qualitätssicherung und Qualitätssteigerung haben die Rehabilitationseinrichtungen
die Herausforderungen der gesellschaftlichen Entwicklung angenommen. So
werden auch bei älteren und multimorbiden Patienten die gesteckten
Therapieziele erreicht.
|